Wissenswertes

Sie möchten gerne mehr erfahren?

Hier erfahren Sie alles, was Sie schon immer zu den Themen Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetz wissen wollten. Lesen Sie die Erläuterungen zu den wichtigsten Fachbegriffen, erfahren Sie, warum es Höchst- und Hochspannung gibt und wie das Erdgas zu Ihnen ins Haus kommt.

Schulinformationen

Die N-ERGIE Schulinformation bringt jungen Menschen die Themen Energie sparen, Umwelt- und Wasserschutz näher. Die Besichtigungen und Veranstaltungen richten sich an Lehrer, Schüler und Eltern und ergänzen den Unterricht in Sachkunde, Hauswirtschaft, Biologie, Physik oder Chemie.

Strom

Woher kommt der Strom?

In diesem Bereich haben wir alles Wissenswerte zum Thema Stromnetz für Sie zusammengestellt. Was genau „Blindleistung“ ist oder was ein „Fahrplan“ mit Strom zu tun hat, erfahren Sie unter der Rubrik „Fachbegriffe“. Und wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihr Gebäude vor Blitzeinschlägen schützen, klicken Sie auf den Menüpunkt „Überspannungsschutz“.

- A -

Ampere [A]

Ampere ist die Einheit des elektrischen Stromes (bezeichnet nach Andre Marie Ampère, Physiker und Mathematiker)

Arbeit

Als Arbeit wird die eingespeiste oder entnommene elektrische Energie bezeichnet. Gebräuchliche Einheiten der Arbeit sind Kilowattstunden (kWh) oder Megawattstunden (MWh), die elektrische Arbeit errechnet sich aus Leistung x Zeit und wird über geeichte Zähler gemessen.

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis gibt den Geldbetrag (in Cent) pro Arbeitseinheit (in kWh) an und bildet eine Grundlage des Abrechnungsbetrages. Verschiedene Arbeitspreishöhen sind bei unterschiedlichen Tarifen anzutreffen, z.B. Hoch- Normal- Niedrigtarif.

AVBEltV

Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden. In der AVBEltV sind die Bedingungen dargestellt, unter denen Netzbetreiber jedermann an ihr Versorgungsnetz anschließen müssen.

- B -

Baukostenzuschuss (BKZ)

Mit dem Baukostenzuschuss beteiligt sich der Kunde an den gemeinschaftlich genutzten Teilen und Anlagen der örtlichen Stromversorgung bzw. des vorgelagerten Stromnetzes: Hauptkabel, Kabelverteilerschränke, Transformatorenstationen u.a.

Blindleistung

Blindleistung entsteht in einem Wechsel- bzw. Drehstromnetz, in welchem nicht ausschließlich ohmsche Verbraucher angeschlossen sind. Die Blindleistung wird dabei zum Aufbau magnetischer oder elektrischer Felder aufgenommen, steht dem Nutzer jedoch nicht als Wirkleisung zur Verfügung. Die Beziehung zwischen Wirk- und Blindleistung wird durch den Leistungsfaktor verdeutlicht.

- C -

Contracting

Vertragliche Vereinbarung zur Übernahme spezifischer Leistungen durch einen Auftragnehmer (Contractor). In der Regel finanziert der Contractor die erforderlichen Investitionen zum Erbringen der Leistung vor und deckt diese entweder aus der Differenz zwischen den Kosten vor und nach der Investition oder aus den Verkaufserlösen seiner Leistungen.

- D -

Dezentrale Erzeugungsanlage

Als dezentrale Erzeugungsanlage wird eine an das Verteilnetz angeschlossene verbrauchs- und lastnahe Energieerzeugungsanlage bezeichnet.

Drehstrom

Drehstrom ist durch das Vorhandensein von 3 Phasen mit einer Phasenverschiebung von jeweils 120° gekennzeichnet.

Durchleitung

Der Begriff Durchleitung ist durch die Einspeisung von elektrischer Energie in das Versorgungsnetz und die zeitgleiche Entnahme an anderer Stelle des Netzes gekennzeichnet.

- E -

EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz EEG) verpflichtet Netzbetreiber zur Abnahme von regenerativ erzeugtem Strom und schreibt deren Vergütung vor. Das Gesetz soll dem Klimaschutz dienen und zur Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen beitragen.

EDIFACT

Abkürzung für Electronic data interchange for administration, commerce and transport. Internationaler Standard für den elektronischen Austausch von Daten im Geschäftsverkehr. Im Forum Datenformate des BDEW unter http://www.edi-energy.de/ sind weiterführende Informationen zu den aktuellsten Formaten im deutschen Energiemarkt zu finden

Elektrische Leistung [P]

Mit Hilfe der elektrischen Leistung wird die Intensität einer auftretenden Energie zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgedrückt. Die elektrische Leistung wird aus dem Produkt aus Strom und Spannung ermittelt, die Einheit der elektrischen Leistung ist das Watt (W).

Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU)

Alle Unternehmen und Betriebe, die andere EVU oder Endverbraucher mit elektrischer Energie versorgen oder eine Versorgung mit Erdgas oder Wärme betreiben.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Mit der zweiten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) setzt die Bundesregierung das EU-Gemeinschaftsrecht für die leitungsgebundene Energieversorgung in nationales Recht um. Zweck des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas. Ein wichtiger Inhaltspunkt des EnWG sind die Vorgaben zum Unbundling.

- F -

Fahrplan

Unter dem Begriff Fahrplan versteht man das Profil des Energieverbrauchs eines Kunden über einen bestimmten Zeitraum hinweg ("Lastgang") bzw. zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Frequenz

Die deutschen Versorgungsnetze sind als Wechsel- bzw. Drehstromnetze aufgebaut, welche eine sinusförmig schwingende Spannung liefern. Die Anzahl der Schwingungen beträgt 50 pro Sekunde, d.h. der Strom/ die Spannung wechselt die Polung 50 mal in der Sekunde. Einheit der Frequenz ist das Hertz (Hz).

- G -

Gleichstrom

Elektrischer Strom, der stets in die gleiche Richtung fließt. Gleichstrom wird z.B. bei der Versorgung von elektrischen Bahnen mit regional begrenzten Stromversorgungsnetzen eingesetzt.

Grundlast

Die Grundlast bezeichnet eine Form der Netzbelastung, die während eines Tages in einem Stromnetz nicht unterschritten wird.

Grundversorger

Grundversorger ist jeweils das Energieversorgungsunternehmen, das die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung beliefert. Betreiber von Energieversorgungsnetzen stellen den Grundversorger alle 3 Jahre fest und veröffentlichen diesen auf ihren Internetseiten.

- H -

Hausanschluss

Der Hausanschluss ist die Verbindung der elektrischen Anlage eines Endkunden mit dem örtlichen Stromnetz.

Hochspannung (HS)

Der Begriff Hochspannung kennzeichnet den Spannungsbereich von 60 bis 150 kV, in diesem Spannungsniveau werden Netze zur überregionalen Energieversorgung betrieben.

- I -

- J -

Jahresbenutzungsdauer

Als Jahresbenutzungsdauer gilt der Quotient aus pro Jahr entnommener oder eingespeister elektrischer Arbeit und der in diesem Jahr höchsten Last der Entnahme oder Einspeisung.

Jahreshöchstlast

Als Jahreshöchstlast gilt der höchste Leistungswert einer oder mehrerer Entnahmen aus einer Netz- oder Umspannebene oder einer oder mehrerer Einspeisungen im Verlauf eines Jahres.

Jahresmehr- und Mindermengen

Es handelt sich hierbei um Arbeitsmengendifferenzen zwischen der von Lastprofilkunden eines Lieferanten tatsächlich entnommenen elektrischen Arbeit und der Prognose des Jahresverbrauchs für diese Kunden.

- K -

Kilowatt [kW]

Einheit zur Leistungsmessung (1000 W = 1 kW)

Kilowattstunden [kWh]

Maßeinheit für die elektrische Arbeit, wobei ein Verbraucher mit einer elektrischen Leistung von 1000 W (= 1 kW), welcher eine Stunde am Netz betrieben wird, eine Energie von 1 kWh "verbraucht".

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe wird vom Energieversorger bzw. vom Netzbetreiber an die Kommune gezahlt, um Kabel oder sonstige Versorgungsleitungen auf oder in öffentlichen Gebieten zu verlegen. Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach der Einwohnerzahl der Kommune.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG)

Eine Methode zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom (durch Kraft) und Wärme (Abwärme aus der Stromerzeugung) in einer Anlage (Anwendung z.B. in Heizkraftwerken)

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

Mit dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung werden in Deutschland der Erhalt, die Modernisierung und der Ausbau von KWK Anlagen gefördert. Zu festgelegten Sätzen sind Netzbetreiber dazu verpflichtet, die in KWK-Anlagen erzeugte Energie abzunehmen.

- L -

Lastgang

Der Lastgang eines Verbrauchers/ Einspeisers ergibt sich aus Leistungsmesswerten, die in einem viertelstündigen Rhythmus aufgezeichnet werden. Diese Art der Leistungsmessung wird vor allem bei größeren Abnehmern angewandt.

Lastprofil

Das Lastprofil ist eine Zeitreihe, die eine Leistungskurve über einen bestimmten Bemessungszeitraum darstellt.

Leistung

Mithilfe der elektrischen Leistung wird die Intensität einer auftretenden Energie zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgedrückt. Die elektrische Leistung wird aus dem Produkt aus Strom und Spannung ermittelt, die Einheit der elektrischen Leistung ist das Watt (W).

Leistungspreis

Der Leistungspreis ergibt sich aus der einem Kunden maximal zur Verfügung gestellten Leistung innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes. Mithilfe des Leistungspreises werden Kosten, die durch die Bereitstellung einer elektrischen Leistung entstehen (Kraftwerke, Netzanlagen, Leitungen) weitergegeben. Die Angabe des Leistungspreises erfolgt in €/ kWa

Lieferantenrahmenvertrag

Dieser Vertrag regelt die Modalitäten zur Abwicklung der Versorgung von Netzkunden. Wesentliche Punkte sind Datenaustausch, Lieferabweichungen und bei Kunden ohne Lastgangmessung die angewandten Verfahren. Der Vertrag wird zwischen dem Lieferanten und dem Netzbetreiber geschlossen.

- M -

Mittelspannung (MS)

Der Netzbereich der Mittelspannung liegt zwischen 1 und 60 kV und wird zur regionalen Verteilung der elektrischen Energie genutzt. Im Bereich der MDN Main-Donau Netzgesellschaft mbH kommen Mittelspannungsnetze mit einer Betriebsspannung von 20 kV zum Einsatz.

Messung

Durch eine Messung wird der Verbrauch eines Kunden festgestellt.

- N -

Netzanschlussvertrag

Der Netzanschlussvertrag regelt die technische Anbindung der elektrischen Anlagen des Anschlussnehmers (i.d.R. Eigentümer/ Besitzer des Grundstückes) an das Netz sowie das Zutrittsrecht des Netzbetreibers für die Kundenablesung. Er wird zwischen Anschlussnehmer und Netzbetreiber geschlossen.

Netzbetreiber

Der Netzbetreiber ist für Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung des öffentlichen Versorgungsnetzes verantwortlich.

Netzebene

Die Netzebene ist der Bereich eines Elektrizitätsversorgungsnetzes, in welchem elektrische Energie in Höchst-, Hoch-, Mittel- oder Niederspannung übertragen oder verteilt wird.

Netznutzungsvertrag

Bei Abschluss eines reinen Energieliefervertrages mit einem Lieferanten entrichtet der Kunde die Netznutzungsentgelte direkt an den örtlichen Netzbetreiber. Fragen zur Netznutzung und zu Netzentgelten werden mithilfe eines Netznutzungsvertrages geregelt.

Niederspannung (NS)

Die Niederspannungsebene dient der Versorgung von Endkunden im Ortsnetzbereich und gilt bis zu einer Spannung von 1 kV (= 1000 V). Niederspannungskunden erhalten eine Wechselspannung mit 230 V bzw. einen Drehstromanschluss mit 400 V Nennspannung.

- O -

- P -

Photovoltaik(anlagen)

Unter Photovoltaik versteht man die Umwandlung von Strahlungsenergie, meist Sonnenenergie, in elektrische Energie. Diese Technik ist seit 1958 zur Energieversorgung im Einsatz. Der Name setzt sich aus den Bestandteilen Photo - das griechiche Wort für Licht - und Volta - nach Alessandro Volta, dem Pionier der Elektrizität - zusammen. Photovoltaikanlagen können beispielsweise auf Hausdächern montiert werden.

- Q -

- R -

Regelenergie

Als Regelenergie wird der Differenzbetrag zwischen angeforderter und tatsächlich benötigter Energie bezeichnet, sie wird zwischen Übertragungsnetzbetreiber und Lieferant verrechnet und durch Energiereserven verschiedener Kraftwerkstypen bei Bedarf bereitgestellt (vgl. Mehr- und Mindermengen).

- S -

Scheinleistung

Als Scheinleistung wird die geometrische Summe aus Wirk- und Blindleistung bezeichnet, sie ist für die Dimensionierung elektrischer Anlagen maßgebend. Die Einheit der Scheinleistung ist kVA.

Spannung

Die elektrische Spannung ist die zwischen 2 Punkten auftretende, messbare Potentialdifferenz, welche unter bestimmten Bedingungen (z.B. Vorhandensein einer Leitung) zu einem Ladungsaustausch (Stromfluss) führt. Die Messeinheit der Spannung heißt Volt (V)

Strom

Der elektrische Strom ist eine gerichtete Bewegung von Ladungsträgern, z.B. von Elektronen. Ursache für den Stromfluss ist eine Kraftwirkung auf diese Ladungsträger, die durch eine elektrische Spannung hervorgerufen werden kann. Einheit des Stromes ist das Ampere (A)

Stromlieferungsvertrag

Dieser Vertrag regelt die Stromlieferung des Lieferanten an den Kunden. Er wird zwischen dem Lieferanten und dem Kunden geschlossen

Strompreis

Der Strompreis (ct/ kWh) setzt sich zusammen aus: Kosten für die Stromerzeugung, Kosten für die Netznutzung, Konzessionsabgaben, Stromsteuer (Ökosteuer), KWK Umlage, EEG Umlage und Mehrwertsteuer.

- T -

Technische Anschlussbedingungen (TAB)

Die TAB regeln den Anschluss und den Betrieb von Anlagen, die an das Niederspannungsnetz eines Verteilungsnetzbetreibers angeschlossen und betrieben werden.

Transformator

Ein Transformator ermöglicht die Umsetzung einer Netzebene in eine andere, höhere oder niedrigere Netzebene. Das Prinzip der Transformation ist nur bei sich ändernden Magnetfeldern möglich.

- U -

Übertragung/ Übertragungsnetz

Als Übertragungsnetz wird der Stromtransport im Höchst- und Hochspannungsnetz bezeichnet. Diese übergeordneten Netze versorgen die regionalen Stromnetzbetreiber.

Umspannanlage/ Umspannwerk

In einer Umspannanlage wird mithilfe von Transformatoren die Spannung von einer Netzebene auf eine andere Netzebene transformiert. Typische Umspannwerke transformieren die 110 kV Spannung überregionaler Versorgungsnetze auf eine Mittelspannung von 20 kV.

Unbundling

Im liberalisierten Energiemarkt gibt es Anbieter, die nicht über ein eigenes Stromnetz verfügen. Damit diese im Wettbewerb gegenüber den netzbetreibenden Anbietern nicht benachteiligt sind, schreibt die EU ihren Mitgliedsstaaten eine entsprechende Regulierung vor. Unter Unbundling versteht man dabei die Entflechtung des Bereiches "Netz" von den Bereichen des Vertriebs und der Erzeugung von Strom und Gas. Dies soll den Netzzugang und die Einnahmen durch Netznutzungsentgelte transparent machen und eine entsprechende Kontrolle ermöglichen.

- V -

VBEW

Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft e.V.

VDEW

Verband der Elektrizitätswirtschaft e.V.

VDN

Verband der Netzbetreiber

Verlustenergie

Die zum Ausgleich physikalisch bedingter Netzverluste benötigte Energie wird als Verlustenergie bezeichnet.

Versorgungssicherheit

Für den ordnungsgemäßen und störungsfreien Betrieb des Stromnetzes und damit für die sichere Stromversorgung der Kunden ist der Netzbetreiber verantwortlich.

VKU

Verband kommunaler Unternehmen

Volt [V]

Volt ist die Einheit der elektrischen Spannung (nach Alessandro Volta, Pionier der Elektrizität)

VWEW

Die VWEW Energieverlag GmbH ist die Verlags- und Wirtschaftsgesellschaft der Energiewirtschaft.

- W -

Watt [W]

Watt ist die Einheit der elektrischen Leistung (bezeichnet nach James Watt).

Wechselstrom

Ein elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung sich periodisch mit der Zeit ändert. In Energieversorgungsnetzen ist eine Frequenz von 50 Hz üblich.

- X -

- Y -

- Z -

Zähler

Im Strombereich werden unterschiedliche Zähleinrichtungen eingesetzt. Als Standardzähler werden Drehstromzähler zur Arbeitsmessung und Leistungszähler (z.B. mit Viertelstunden-Leistungsmessung) eingesetzt.

Dem Strom auf der Spur

Nach neuesten Berechnungen des VDN (Verband der Netzbetreiber e.V.) unterhalten die deutschen Elektrizitätsversorger insgesamt ein Stromnetz von 1,65 Millionen Kilometern Länge. Die Transport- und Verteilsysteme sind dabei für unterschiedliche Zwecke in die folgenden vier Spannungsebenen gegliedert.

Höchstspannung (220/ 380 kV)

Hochspannung (110 kV)

Mittelspannung (6 - 60 kV)

Niederspannung (230/ 400 V)

In den überregionalen Übertragungsnetzen wird mit Höchstspannung von 220 und 380 Kilovolt (kV) gearbeitet. Die Höchstspannungsleitungen transportieren die elektrische Energie von den Großkraftwerken über große Entfernungen zu Umspannanlagen in der Nähe der Verbrauchs- schwerpunkte. Kunden in diesem Bereich sind regionale Stromversorger und sehr große Industriebetriebe.

Über diese Spannungsebene wird auch der grenzüberschreitende Stromhandel physikalisch abgewickelt. In Deutschland gibt es vier Übertragungsnetzbetreiber, die ihr 380-kV- und 220-kV-Netz über nationale Kuppelleitungen zum deutschen Übertragungsnetz zusammengeschaltet haben.

Die Netze sind dabei über Transformatoren, so genannte Netzkuppler, miteinander elektrisch verbunden.

Regionale und große städtische Verteilungsnetze, so auch das Verteilungsnetz der N-ERGIE, werden mit Hochspannung (110 kV) und Mittelspannung (6 bis 60 kV) betrieben.

Die Hochspannungsleitungen übertragen elektrische Energie zu den Verbrauchszentren zum Beispiel Industriebetriebe, lokale Stromversorger oder Umspannanlagen. In solchen Umspannanlagen wird die Spannung auf Mittelspannungsniveau abgesenkt (transformiert). Die Mittelspannungsleitungen auf dem Gebiet der N-ERGIE werden größtenteils mit einer Spannung von 20 kV betrieben. An die Mittelspannung sind Industrie- und größere Gewerbebetriebe angeschlossen.

Haushalte, kleinere Gewerbebetriebe und die Landwirtschaft verfügen jedoch ausschließlich über Geräte, die mit Niederspannungen von 230 Volt beziehungsweise 400 Volt betrieben werden. Folgerichtig muss die Mittelspannung zur Einspeisung ins örtliche Niederspannungsnetz erneut transformiert werden.

Warum gibt es Höchst- und Hochspannung?

110, 220 oder 380 kV sind für die meisten Verbraucher völlig ungeeignet. Warum gibt es dann trotzdem Hoch- oder gar Höchstspannung?

Ein kurzer Ausflug in die Physik liefert die Antwort. Nur auf diese Weise lassen sich sehr hohe Leistungen übertragen und dabei die Verluste in den Leitungen in erträglichen Grenzen halten. Denn wird die Spannung erhöht, nimmt - gleichbleibende Leistung vorausgesetzt - die Stromstärke ab. Ein niedriger Wert bei der Stromstärke bedeutet aber automatisch: geringerer Verlust. Schließlich ist die Verlustleistung vom Widerstand der Leitung und vom Quadrat der Stromstärke abhängig.

Gleichfalls wichtig ist, dass mit zunehmender Stromstärke auch der Querschnitt der Leitung steigen muss. Doch selbst wenn man die Kosten für stärkeres Leitungsmaterial einmal außer Acht ließe: Die aus dem höheren Gewicht resultierenden statischen Probleme wären für die Erbauer der Frei- leitungen nur mit großem technischen und finanziellen Aufwand für Bau und Unterhaltung der Leitungen zu bewältigen.

Voraussetzung für die Existenz der verschiedenen Spannungsebenen ist die technische Möglichkeit, relativ einfach und nach Bedarf von einer Spannungsebene auf eine andere übergehen zu können. Dazu sind Transformatoren notwendig.

Überspannung - Potz Blitz

Schwankende Netzspannung kann moderner Elektronik schaden. Doch es gibt guten Schutz.

Über eine Million Mal schlägt der Blitz jedes Jahr in Deutschland ein. Was viele nicht wissen: Selbst wenn der direkte „Treffer“ zwei Kilometer entfernt war, entstehen in elektrischen Leitungen immer noch Spannungsspitzen, die Geräte beschädigen oder sogar zerstören können.

Stufenweise gesichert

Der Rundum-Blitzschutz besteht aus drei Stufen: Der äußere Schutz, also der Blitzableiter auf dem Hausdach, leitet bei einem direkten Einschlag den größten Teil der Energie zur Erde ab und verhindert hohe Spannungen über 6.000 Volt im Gebäude. Als Mittelschutz werden elektronische Module in den Sicherungskasten eingebaut, die die verbleibende Überspannung auf 1.500 Volt begrenzen. Für den Feinschutz sorgen schließlich Schutzadapter für die Steckdose. Noch sicherer: neben dem Netz- auch Antennen-, Telefonund ISDN-Kabel schützen. Dafür gibt es spezielle Kombiadapter. Den Einbau dieses „gestaffelten Überspannungsschutzes“ sollte der Elektrofachmann durchführen. Wer sein Heimbüro absichern möchte, kann dafür Geräte zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) nutzen. Sie reduzieren die verbleibende Überspannung auf das von Elektrogeräten verkraftbare Maß. Gleichzeitig sind sie Energiespeicher, die, zwischen Steckdose und dem empfindlichen Gerät geschaltet, nicht nur Lastspitzen vom Heim-PC fern halten, sondern auch Spannungsunterbrechungen überbrücken.

Drei starke Typen

Drei USV-Systeme werden angeboten:

  • Die „Offline-USV“ schaltet bei Spannungsabfall im Netz auf Akkubetrieb um. Eine Software sorgt zugleich dafür, dass die Daten gesichert werden und sich der PC herunterfährt, ehe der Akkustrom aufgebraucht ist. Diese USV schirmt aber nicht gegen unerwartet hohe Netzspannung ab. Die Geräte kosten zwischen 70 und 120 Euro.
  • Die „Netzinteraktive USV“ funktioniert ähnlich, kann mit ihrem eingebauten Wechselrichter jedoch Spannungsschwankungen stufenweise ausregeln. Diese Geräte kosten zwischen 200 und 350 Euro.
  • „Online-USVs“ beherrschen die doppelte Energieumwandlung. Sie trennen die gesicherte Technik völlig vom öffentlichen Stromnetz und liefern eine ständig gleichbleibende Spannung. Ab etwa 500 Euro.

Haben Sie Fragen zum Thema Überspannung?

Allgemeine Fragen zum Thema Überspannung beantworten Ihnen gerne die Mitarbeiter im Service-Centrum der N-ERGIE (LInk nicht definiert!). Wenn es um Ihren individuellen Überspannungsschutz geht, bieten Elektrofachbetriebe die beste Beratung. Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie über die Handwerkersuche : Einfach Adresse eingeben und bei den Suchoptionen "Strom" anklicken.

Auch wenn Stromausfälle selten geworden sind, so lohnt es sich doch, einige Vorsorgemaßnahmen im Blick zu haben. Diese sind auch als Vorbereitung auf geplante Stromabschaltungen nützlich.

  • Im Störungsfall sollten Sie die Telefonnummern der Störungsstelle und Ihres Elektroinstallateurs zur Hand zu haben.
  • Die Störungsstelle für die Stromversorgung bei der Main-Donau Netzgesellschaft erreichen Sie unter 0800 234-2500 (Die Nummer ist kostenlos erreichbar, aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).
  • Bitte beachten Sie, dass während eines Stromausfalls eventuell Ihr Festnetzanschluss und auch die Mobilfunknetze nur eingeschränkt funktionieren können.
  • Batterie-Taschenlampen oder Kerzen inkl. Feuerzeug oder Streichhölzern sind bei Stromausfall eine wichtige Lichtquelle.
  • Schützen Sie empfindliche Geräte durch den Einbau eines Überspannungsschutzes durch einen Elektroinstallateur
  • Auch ein Notstromaggregat kann eine sinnvolle Anschaffung sein.

Kommt es zu einer Unterbrechung der Stromversorgung so gilt in erster Linie: Ruhe bewahren. In den meisten Fällen wird die Versorgung innerhalb weniger Minuten wieder hergestellt.

  • Kontrollieren Sie zur Sicherheit, ob alle Sicherungen (inkl. Haussicherung) eingeschaltet sind. Ist die Quelle der Störung mit einfachen Mitteln nicht feststellbar, sollten Sie die Hilfe eines Elektroinstallateurs hinzuziehen.
  • Überprüfen Sie, ob nur ein Teil des Hauses betroffen ist -> Kontaktieren Sie bitte Ihren Elektroinstallateur oder das ganze Haus oder ein ganzer Straßenzug stromlos sind -> Rufen Sie den Störungsdienst an unter:
    • Telefon: 0800 234-2500 (Die Nummer ist kostenlos erreichbar, aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz)
    • Bei allen anderen Fragen, außerhalb einer Störungsmeldung, nutzen Sie bitte unser Servicetelefon.
      Telefon: 0800 271-5000 (Die Nummer ist kostenlos erreichbar, aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz)
  • Halten Sie Kühlschrank und Tiefkühlgeräte geschlossen. So vermeiden Sie, dass es zu einem Wärmeaustausch kommt. Tiefgekühlte Produkte nehmen in der Regel auch bei Stromausfälle über mehrere Stunden keinen Schaden.
  • Betätigen Sie nicht wahllos Schalter. Schalten Sie alle elektrischen Geräte, die vor dem Ausfall in Betrieb waren, ab.
  • Informieren Sie andere über den Stromausfall.

Nach der Störung, wenn der Strom wieder verfügbar ist, kann es zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Sie Geräte während der Versorgungsunterbrechung nicht manuell ausgeschaltet haben. Beispiel: Eine vor dem Ausfall benutzte Herdplatte schaltet sich automatisch wieder ein, sobald die Stromversorgung wieder hergestellt ist.

Deshalb empfehlen wir sobald die Versorgung wieder hergestellt ist,

  • alle Schalter und Geräte im Haushalt zu kontrollieren, beispielsweise Her, Heizung, Kühlschrank oder Alarmanlagen
  • Kerzen löschen
  • Uhren stellen

Bei größeren und länger andauernden Ausfällen werden Sie über die Medien informiert, sobald der Strom wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Gas

Aus was besteht Gas? Wie wird es verteilt?

Wofür steht die Abkürzung EDIFACT? Was ist ein Gastag? Wo finde ich den Netzkopplungspunkt? Die Antworten auf diese und noch viele Fragen mehr rund um das Thema Gasnetz finden Sie hier.

- A -

Allokation

Zuordnung bzw. Aufteilung von Erdgasmengen auf einzelne Transportverträge, wenn das Gas mehrerer Parteien ungetrennt voneinander übernommen oder übergeben und entsprechend ungetrennt voneinander gemessen wird.

Ausspeisekapazität

Ist im Gasbereich das maximale Volumen pro Stunde im m3/h bzw. kWh/ h, das an einem Ausspeisepunkt aus einem Netz oder Teilnetz insgesamt ausgespeist und gebucht werden kann.

Ausspeisemenge

Die vom Netzbetreiber an der Entnahmestelle nach dem Transport an den Kunden übergebene Wärmemenge Erdgas in kWh.

Ausspeisenetzbetreiber

Netzbetreiber des Ausspeisepunktes, mit dem der Transportkunde einen Ausspeisevertrag abschließt.

Ausspeisepunkt

Ist ein Punkt, an dem Gas aus einem Netz oder Teilnetz eines Netzbetreibers entnommen werden kann.

Ausspeisevertrag

Vertrag zwischen Lieferant und Verteilnetzbetreiber, der die gegenseitigen Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit der Belieferung von Kunden des Lieferanten im Netz des Ausspeisenetzbetreibers regelt.

- B -

Bilanz(mengen)konto

Erfassung der stündlichen positiven und negativen Bilanzmengen in einem Monat.

Bilanzkreis

Ein Bilanzkreis ist die Zusammenfassung einer beliebigen Anzahl von Einspeisepunkten oder Ausspeisepunkten mit der Möglichkeit, Abweichungen zwischen Einspeisungen und Ausspeisungen zu saldieren.

Bilanzkreisnetzbetreiber

Netzbetreiber, bei dem ein Bilanzkreis gebildet werden kann und mit dem ein Bilanzkreisvertrag abgeschlossen wird.

Bilanzmenge

Positive oder negative Abweichung zwischen tatsächlicher Ausspeisung und vorab nominierter Leistung je Stunde.

Biogas

Biogas besteht aus 60% Methan, 35% Kohlendioxid sowie Stickstoff, Wasserstoff und Schwefelwasserstoff. Es entsteht durch mikrobielle Zersetzung von organischen Substanzen unter Luftausschluss, primär bei der Abwasser- und Abfallbehandlung. In technischen Verfahren kann es aufgrund seines hohen Heizwertes zur Energiegewinnung herangezogen werden.

Brennwert

Der Brennwert gibt die gesamte Wärmemenge an, die bei Verbrennung und anschließender Abkühlung des Verbrennungsgases auf 25°C erzeugt wird (die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase enthalten ist, ist ebenfalls enthalten). Der Brennwert wird in kWh/ m3 angegeben.

Buchung

Unter dem Begriff Buchung versteht man das Erwerben von Kapazitätsrechten.

- C -

- D -

Differenzmengen

Differenz zwischen den stündlichen Einspeisemengen und den stündlichen Ausspeisemengen eines Bilanzkreises

- E -

EDIFACT

Abkürzung für Electronic data interchange for administration, commerce and transport.

Internationaler Standard für den elektronischen Austausch von Daten im Geschäftsverkehr.Im Forum Datenformate des BDEW unter http://www.edi-energy.de/ sind weiterführende Informationen zu den aktuellsten Formaten im deutschen Energiemarkt zu finden.

Einspeisekapazität

Kennzeichnet im Gasbereich das maximale Volumen pro Stunde in m³/h bzw. kWh/ h, das an einem Einspeisepunkt in ein Netz oder Teilnetz eines Netzbetreibers insgesamt eingespeist werden kann.

Einspeisemenge

Die vom Lieferanten am Einspeisepunkt jeweils zum Transport übergebene Wärmemenge Erdgas in kWh.

Einspeisenetzbetreiber

Netzbetreiber des Einspeisepunktes, mit dem der Lieferant einen Einspeisevertrag abschließt.

Einspeisepunkt

Ein Punkt innerhalb eines Marktgebietes, an dem Gas an einen Netzbetreiber in dessen (Teil-)Netz übergeben werden kann, einschließlich der Übergabe an Importpunkten, inländischen Quellen, Netzkopplungspunkten, Speicher- oder Misch- und Konversionsanlagen.

Einspeisevertrag

Vertrag zwischen Lieferant und (Einspeise-)Netzbetreiber, der die gegenseitigen Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit der Einspeisung von Gas durch den Lieferanten in das Netz des (Einspeise-)Netzbetreibers regelt.

Einzelbuchungsvariante

Abwicklung des Gastransports im Wege der einzelnetzbezogenen Buchung von Ein- und Ausspeisekapazität bzw. Vorhalteleistung.

Entnahmestelle

Der Netzanschlusspunkt (Ausspeisepunkt), an dem der Letztverbraucher eine Erdgasmenge aus dem Verteilnetz entnimmt. Die Entnahmestelle muss nicht identisch sein mit der Eigentumsgrenze oder mit der Stelle, an der das Gas gemessen wird.

- F -

Fristenmonat

Der Monat vor dem Lieferantenwechsel. Für Fristen sind jeweils Werktage maßgeblich.

- G -

Gastag

Der Gastag beginnt um 6.00 Uhr und endet um 6.00 Uhr (Ortszeit) des folgenden Tages (§ 27 (6) GasNZV)

Gleichzeitigkeit

Der Erfahrungswert, dass die an einem Netz angeschlossenen Kunden nicht alle gleichzeitig ihre jeweilige maximale Leistung am Anschlusspunkt nutzen.

Grundversorger

Das Energieversorgungsunternehmen, das die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet in der allgemeinen Versorgung beliefert.

- H -

Heizwert

Der Heizwert gibt die Wärme an, die bei vollständiger Verbrennung frei wird. Die Wärmemenge des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes bleibt dabei unberücksichtigt.

- I -

- J -

- K -

Kapazität

Maximale stündliche Flussrate an einem Ein- oder Ausspeisepunkt innerhalb eines bestimmten Zeitraums, die entsprechend den Vorgaben des Netzbetreibers in m³/h bzw. kWh/h ausgedrückt wird.

Kapazitätsmanagement-Modul

System oder Systemkomponente, die Kapazitäten an Netzpunkten verwaltet, diese bereitstellt und Prüfungen bezüglich der Verfügbarkeit von Kapazitäten vornimmt. Dazu gehören bspw. vermarktbare, gebuchte und freie Kapazitäten an Netzpunkten.

- L -

Letztverbraucher

Netzendkunde (Anschlussnutzer), der das gelieferte Gas aus dem Netz des Netzbetreibers entnimmt und für den eigenen Verbrauch kauft.

Lieferant

Transportkunde, der Gas über das Verteilnetz an seine Kunden im Netzgebiet des Netzbetreibers liefert.

Liefervertrag

Vertrag zwischen Lieferant und Letztverbraucher, der die gegenseitigen Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit der Lieferung von Gas durch den Lieferanten an den Letztverbraucher regelt.

- M -

Marktgebiet

Eine Zusammenfassung von (Teil-)Netzen. Innerhalb des Marktgebiets gelten vereinfachte Bedingungen zur Belieferung von Letztverbrauchern.

Marktgebietsaufspannender Netzbetreiber

Der oder die Netzbetreiber eines Marktgebietes, der/ die im Rahmen der Ausweisung des Marktgebietes als marktgebietsaufspannende(r) Netzbetreiber benannt ist/ sind.

Mehr-/Mindermengen

Differenz zwischen dem nominierten Lastprofil und der tatsächlichen Abnahme eines SLP - Kunden (monatlich auf Basis der Ist-Temperatur/jährlich auf Basis der Ablesung)

- N -

Nachgelagerter Bilanzkreis

Bilanzkreis, der nicht im (Teil-)Netz des marktgebietsaufspannenden Netzbetreibers gebildet wird und in dem Differenzmengen eigenständig ausgeglichen werden können.

Netzanschluss

Der Netzanschluss ist die technische Anbindung von Erzeugungseinheiten oder Verbraucheranlagen an das Gasnetz.

Netzanschlussnehmer

Eigentümer des an den Netzanschluss angeschlossenen Anschlussobjektes

Netzanschlussnutzungsvertrag

Vertrag zwischen Netzanschlussnehmer und Netzbetreiber zur Regelung der Nutzung eines Anschlusses zum Zwecke des Gasbezugs an einer vereinbarten Entnahmestelle von einem Lieferanten (Netzendkundenvertrag).

Netzanschlusspunkt

Stelle des Anschlusses des Netzanschlussnehmers an das Netz des Netzbetreibers.

Netzanschlussvertrag

Vertrag zwischen Netzanschlussnehmer und Netzbetreiber zur Regelung der technischen Anbindung von Kundenanlagen an das Netz (Netzanschluss).

Netzbetreiber

Betreiber des Gasnetzes, der dieses an die Lieferanten zur Versorgung der Letztverbraucher oder zur Weiterleitung von Gas zur Verfügung stellt.

Netzeigentümer

Eigentümer des Gasnetzes. Der Netzeigentümer muss nicht identisch mit dem Netzbetreiber sein.

Netzkopplungspunkt

Schnittstelle zwischen zwei Netzen. Ein Kopplungspunkt kann eine Übernahme- oder Übergabestelle sein. Aus der Sicht des Netzbetreibers übernimmt der Netzbetreiber Gas an einem 1. Kopplungspunkt vom Lieferanten (Übernahmestelle). Der Netzbetreiber übergibt die transportierte Gasmenge am 2. Kopplungspunkt an den Letztverbraucher oder einen anderen Verteilnetzbetreiber (Übergabestelle).

Netzkopplungsvertrag

Vertragsbeziehung zwischen zwei Netzbetreibern, die miteinander über einen Netzkopplungspunkt verbunden sind. Netzkopplungsverträge gemäß § 25 Gasnetzzugangsverordnung haben die Vereinfachung und Beschleunigung des Netzzugangs ohne erneute Kapazitätsprüfungen zum Ziel.

Netzzugang

Übergabe von Erdgas mit der entsprechenden Qualität durch den Transportkunden an einem Einspeisepunkt und damit verbunden die zeitgleiche und wärmeäquivalente Übernahme des Letztverbrauchers an einer nachgelagerten Entnahmestelle (Netznutzung).

Nominierung

Anmeldung des Lieferanten über die innerhalb bestimmter Zeitspannen zu transportierenden Gasmengen.

Normkubikmeter

Auf den Normzustand umgerechnetes Betriebsvolumen eines Gases.

- O -

- P -

- Q -

- R -

Renominierung

Änderung der abgegebenen Nominierung.

RLM

Registrierende Lastgangmessung

- S -

Shippercode

Eindeutiger Code, der von dem Bilanzkreisnetzbetreiber für einen Bilanzkreis vergeben wird und der Identifizierung der Nominierungen oder Renominierungen von Gasmengen dient.

SLP

Standardlastprofil

Sub-Bilanzkreis

Bilanzkreis, in dem Differenzmengen saldiert, jedoch nicht ausgeglichen werden. Ein Sub-Bilanzkreis ist einem Bilanzkreis zugeordnet, in dem der Saldo der Differenzmengen, der in dem Sub-Bilanzkreis aufgetreten ist, ausgeglichen wird.

- T -

Teilnetz

Ein Teilnetz ist im Gasbereich ein Teil des Transportgebiets eines oder mehrerer Netzbetreiber, in dem ein Transportkunde gebuchte Kapazitäten an Ein- und Ausspeisepunkten flexibel nutzen kann.

- U -

- V -

Verteilnetz

Örtliche Verteilnetze, die dem (Ausspeise-)Netzbetreiber gehören oder von ihm für die Verteilung von Gas an die Letztverbraucher betrieben werden.

Verteilnetzbetreiber

Netzbetreiber, der ein örtliches Verteilnetz zur Versorgung von Letztverbrauchern betreibt.

Virtueller Ausspeisepunkt

Ein nur für die Bilanzkreisführung notwendiger, aber nicht zu buchender Ausspeisepunkt eines Bilanzkreises, über den Gas in einen anderen Bilanzkreis übertragen wird.

Virtueller Handelspunkt

Ein virtueller Punkt, an dem Gas nach der Einspeisung und vor der Ausspeisung innerhalb des Marktgebietes gehandelt werden kann. Der virtuelle Handelspunkt ist keinem physischen Ein- oder Ausspeisepunkt zugeordnet und ermöglicht es Käufern und Verkäufern von Gas, ohne Kapazitätsbuchung Gas zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Vorhalteleistung

Diejenige Leistung, die das Gasversorgungsunternehmen dem Kunden zur Verfügung stellt und die dieser jederzeit in Anspruch nehmen darf.

- W -

- X -

- Y -

- Z -

Zweivertragsvariante

Abwicklung des Gastransportes netzübergreifend innerhalb eines Marktgebietes auf der Grundlage eines Ein- und eines Ausspeisevertrages.

Dem Gas auf der Spur

Nachfolgende Grafik veranschaulicht wie das Gas von der Gewinnung über den Transport zu uns in die Häuser gelangt.

(Bild)

Wasser

Wasser - unser wichtigstes Lebensmittel

Sie wollen wissen, wann die moderne Trinkwasserversorgung in Nürnberg begann und wie sie sich im Laufe der vielen Jahre weiterentwickelt hat? Dann sind Sie hier genau richtig.

Die Wasserversorgung - Wie alles begann?

Vorstufen der öffentlichen Wasserversorgung
bis 1854Bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts wr die Trinkwasserversorung eine weitgehend private Angelegenheit. Weit über 100 Brunnen förderten Wasser von zumeist unzureichender Qualität.
1854Eine Cholera-Epidemie wütete in Nürnberg und forderte etwa 300 Opfer. Dies veranlasste den Rat der Stadt Nürnberg erstmals ernsthaft über Straßenreinigung, Stadtentwässerung und eine verbesserte Wasserversorgung als öffentliche Aufgabe nachzudenken, diese selbst in die Hand zu nehmen, zentral zu organisieren und so für eine bessere Hygiene zu sorgen.
1856Auf Initiative des städtischen Baurats Solger wurde die neue Schwabenmühle u. a. zu Nürnbergs erstem kommunalen Wasserwerk ausgebaut.
bis 1885Es folgte der Bau mehrer Wasserpumpwerke (Tullnau, Kammgarnspinnerei in Wöhrd) und der ersten Wasserspeicher im Burgfelsen und im Turm des Vestnertores. Da die Wasserqualität dennoch völlig unzureichend war, begannen 1880 Erkundungen auch weit außerhalb der Stadt.
Beginn der zentralen öffentlichen Wasserversorgung heutiger Denkart
1885Mit Inbetriebnahme des Wassergewinnungsgebietes "Ursprung" am 01.09.1885 begann das Zeitalter der öffentlichen Wasserversorgung heutiger Denkart. Über eine Fernleitung von 13 km Länge wurden täglich rund 8.300 m³ bestes Trinkwasser in den ersten Hochbehälter auf dem Schmausenbuck nach Nürnberg geleitet.
1893Das Wasserwerk Krämersweiher erhöhte die Kapazität der Ursprungsleitung um zunächst 4.000 m³ auf ca. 12.300 m³ pro Tag
1896Im seinerzeit noch weit außerhalb der Stadt gelegenen Wasserwerk Erlenstegen förderten seit dem 30. April Dampfpumpen täglich ca. 6.500 m³ Wasser aus den ersten 15 Brunnen
1899Zur Jahrhundertwende hatte das städtische Verteilnetz eine Länge von 153,7 km erreicht und man zählte 153 öffentliche Brunnen (Zapfstellen).
1902Am 24.04.1902 wurde der zweite Hochbehälter auf dem Schmausenbuck in Betrieb genommen
1910Der Rat der Stadt genehmigte Ende des Jahres einen umfangreichen Netzerweiterungsplan (z. B. die äußere Ringleitung).
1912Bis zur Inbetriebnahme der Fernleitung von Ranna im oberen Pegnitztal nach Nürnberg am 08.06.1912 musste die Stadt für das Jahrhundertprojekt knapp 9 Millionen Reichsmark ausgeben. Das hier gewonnene Quellwasser (seinerzeit ca. 35.000 m³ pro Tag) fließt bis heute ohne Energieeinsatz über eine 46 Kilometer lange Fernleitung nach Nürnberg.
1919Mit der Inbetriebnahme des dritten Hochbehälters am Schmausenbuck (50.000 m³ Speichervolumen) waren die Abgabespitzen der Wasserversorgung für einige Jahre gesichert.
1928Höchster bisher verzeichneter Wasserverbrauch mit 99.600 m³ am 13. Juli. Die Behälter konnten nur infolge öffentlicher Einschränkungen wieder gefüllt werden.
1928/1929Laufamholz und Schwaig werden an das Nürnberger Ortsnetz angeschlossen
1929/1930Der Umbau und die Erweiterung der Anlage in Ursprung und Krämersweiher erhöhten die Lieferkapazität (u. a. zwei Dieselmotoren mit je 500 PS).
1932/1933Rund um das Wasserwerk Erlenstegen wurde das erste Wasserschutzgebiet errichtet. Erste Beschränkungen bei Baumaßnahmen erfolgten allerdings bereits im Jahre 1910
1934Inbetriebnahme der Quellfassung "Ranna II" mit 7 Überlaufbrunnen.
1937Der Hochbehälter "Hoher Bühl" mit 20.000 m³ Inhalt wurde fertiggestellt. Er hatte zunächst die Aufgabe die Abgabespitzen während der Reichsparteitage zu decken. Hierzu wurde über 100 km Leitung verlegt.
1941 - 1945Erster Bombenangriff mit Schäden im Verteilnetz am 06.05.1941. In den Folgejahren gab es 2.674 Rohrschäden durch Bomben, davon 269 an Hauptleitungen (> 400 mm). Der Luftangriff vom 02.01.1945 bedeutete auch das vorläufige Ende einer geregelten Wasserversorgung. Auch das Verwaltungsgebäude der Wasserversorgung in der Blumenstraße 16 wurde getroffen und viele Unterlagen, Pläne und Aufzeichnungen wurden zerstört.
19451945 Die Wiederaufnahme der weitgehend geregelten Wasserversorgung gelang bereits Ende 1945.
1948Auf Anordnung der Militärregierung mussten in den Wasserwerken Chloranlagen eingebaut und ständig in Betrieb gehalten werden
1955Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des Flusswasserwerkes Mühlhof am 13.06.1955 durch OB Bärnreuther als Ausgleich für die bereits ab 1952 aufgetretenen Engpässe in der Wasserversorgung während der Sommermonate.
1958Weiterer Ausbau der Versorgungskapazität durch die Inbetriebnahme des Pumpwerkes Eichelberg mit einer zusätzlichen Leistung von 12.000 m³ pro Tag.
1959Gründung von StWN, EWAG und VAG durch Beschluss des Stadtrates zum 01.01.1959 Das städtische Verteilnetz hatte zur Neugründung der EWAG eine Länge von fast 800 km. Inbetriebnahme des Hochbehälters Haidberg am 28.06.1959 - mit 75.000 m³ Speichervolumen zählt er zu den größten Behältern in Deutschland.
1964Inbetriebnahme der zweiten Ausbaustufe der Flusswasseraufbereitung Mühlhof
1966Gründung des überregionalen Zweckverbandes "Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum" (WFW) am 07.06.1966
1973Inbetriebnahme der WFW-Anlagen (Wasserwerk in Genderkingen, Fernleitung und Hochbehälter) am 16.07.1973
1976Höchste bisherige Tagesabgabe mit 224.710 m³ (nach etwa 3 Wochen Trockenheit) am 28.06.1976
1981Höchste Jahresabgabe bisher: 42,677 Mio. m³ (netto).
1983Vergleichbare Tageshöchstabgabe wie 1976 - am 27. Juli bei Höchsttemperaturen von 39,4°C.
1990Inbetriebnahme der neuen Steuer- und Fernüberwachungsanlagen in Ursprung u. Krämersweiher
1995Übergabe des ersten Trinkwasserbrunnens (nach dem Entwurf von Markus Kronberger) vor dem Klinikum Süd. Am 05.05.2006 wurde der 12. Brunnen dieser Art für die Bevölkerung freigegeben.
1998/1999Sanierung des dritten Hochbehälters am Schmausenbuck
1999Inbetriebnahme der zentralen Leitwarte der Wasserversorgung in Sandreuth
2004 - 20062004 - 2006 Sanierung Hochbehälter Haidberg
Ende 2005Ende 2005 Gesamtlänge des Netzes beträgt (mit 744 km Hausanschlussleitungen) rund 2.240 km

Fernwärme

Die Wärme aus dem Kraftwerk!

Alles Wissenswerte zum Thema Fernwärme sowie zum Primärenergiefaktor finden Sie auf der Internetseite der N-ERGIE Aktiengesellschaft. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass die Umstellung von Zentral-, Etagen- oder Einzelofenheizungen auf Fernwärme gefördert wird.

Wenn es warm wird, wird´s gemütlich

Weiterführende Informationen zum Thema Fernwärme, u.a. auch zum Primärenergiefaktor erhalten Sie auf der Internetseite der N-ERGIE Aktiengesellschaft.